*letzter 1.April-Sketch

#Mitternachgedacht an Harald Juhnke, der vor 15 Jahren starb­…

{ die Meldung von seinem Tod tat ich erst als Aprilscherz ab, ich lachte auf & dachte laut; vom Berliner Schlawiner ein Clou, ein weiterer Coup! … dass der weltmännische Entertainer einen makaberen Sketch kreiere, der Deutsche mit Haken & Kanten sein vermeintliches Ableben zelebriere, dass er sich nie bedauern, doch nun feierlich betrauern ließe, bestimmt bis in die Puppen Alkohol fließe & bei ihm Zuhause beileibe die eigne Abschied-Sause steige! … tags drauf würde er der gelben Bogenpresse, nach Lazarus-Schlagzeilen gierend, mit einem lässigen „Unkraut verjeht nicht, Freunde!“ entgegentreten, frei Schnauze — mit seinem geschlagenen Schlafzimmerblick & verschlagenen Schmunzeln, in alter Frische … wie sehr ich dies hoffte }

 und über seine Definition von Glück Quarantäne:
»Keine Termine & leicht einen sitzen!«

*Lebe lang & in Frieden

#Mitternachgedacht über die UN-Rede des Karlspreisträgers António Guterres

{ wahrlich sein Wort in Schöpfers Ohr — dieser bereits historische Aufruf zu einem globalen Waffenstillstand, ein wahrer Appell der Vereinten Nationen als Mahnruf an die Welt, erweitert utopisch den Traum des gewaltlosen Widerstandes, wünscht gewaltfreie Aktion, predigt logische Zuversicht an die menschliche Vernunft, inspiriert zu Humanität, ersehnt Weltfrieden, hofft auf koexistenzielle Solidarität… Fast wie im 23. Jahrhundert; in StarTrek :-}

und an MLKing, auch an Mandela, sowie Gandhi

*Corona positiv

#Mitternachgedacht ans – trotz allem – Positive 

{ an die ‚distanzielle‘ Menschlichkeit, die Rücksicht gegenüber Mitmenschen, den Respekt vor Privatsphäre, die Familienzeit dank Homeoffice & Fernschulung, die empathische Solidarität, an die parteiübergreifende Einigkeit, die gesellschaftliche Entschleunigung; an die heraufgeklappten Bürgersteige, die geöffneten Fenster in der Stadt, ans wieder hörbare Vogelgezwitscher; an Flieger, die am Boden & Autos, die stehen bleiben, sowie an unseren Webdesigner — dem hier gedankt sei —, der in Quarantäne Zeit fand, uns ein neues Kleid zu schenken}

und über die unaufgeregte Poesie dieser Tage…

*godmotHEROfpunk

#Mitternachgedacht an die Geburtstagsmutti Nina Hagen,
die heute 65 Jahre alt wurde 

{wie ich ihr im letzten Jahrtausend nach einer Pressekonferenz eine indische, kunstvoll-geschnitzte Seife überreichte, die das Abbild Ganeshas zierte & weil sie mir wegen des Karmas nun etwas zurückgeben wollte, zog sie ihre Uhr, die sie in Zürich gekauft hatte, vom Handgelenk & schenkte sie mir, später im Tourbus gab sie mir nebst Autogrammen sogar ihre vorübergehende Telefonnummer auf Ibiza…}

und daran, wie sie mir sagte, sie wisse nicht,
ob sie mich bemuttern soll oder heiraten.