Gnädingers Gabe ¶

Gänzlich versunken, statt betrunken nun, starre ich den halbleeren schaffhausener blauburgunder an, der parenthetisch seit Gnädingers tod auf meinem küchentisch steht, scheinbar. unberührt seit ich die nachricht empfing. vor zehn tagen und noch mehr öffnete ich sie, die flasche, ließ zum letzten mal ihn atmen, den wein, und schenkte mir ein, beherzt. doch noch vor …

Weil es ihm gebührt ¶

Für einen, der Reklame für das Gute machte Nachruf für Marcel Nekrolog auf Reich- In memoriam Ranicki ist ein collagenartiges Elogium, eine zitierende Würdigung, eine mannigfache Hommage, eine hochachtende Laudation und eine letzte Rezension: Er war der Sohn eines gescheiterten Vaters. Das hatte er mit Heine gemeinsam.[12] Der Weltbürger, der in der tiefsten Not des …