*jammer

#Mitternachgedacht an meinen Grossvater,

der stets zu sagen pflegte: „Wenn du nur jammern kannst, so schone deine Stimme!“ —

[in diesem Sinne]

*jänner

#Mitternachgedacht über die Januardepression…

{ ich wusste doch, dass mich so etwas erreichen wird, doch so?! — Die akute Erkrankung während den Feiertagen im Dezember mit einer folgenden, schweren & folgeschweren Operation über Silvester bis Neujahr waren ja schon schlimm, doch ebenso den gestohlenen Jänner mit Krankenhausroutine & Schmerzensplagen steckte ich weg wie alle Corona-Maßnahmen; auch den Poe toastete ich nicht, doch dass ich nun auch noch keinen Burnssupper feiern konnte, ist eine poetische Katastrophe; wo soll denn das noch enden, etwa zu Bloomsday?! }

*tweeter

#Mitternachgedacht über twitter

{ mir ist es nicht wichtig, für mich spielt es keine rolle, wie lange man jemanden kennt, doch was man von ihm kennt, was man liest, doch was liest man so? wie viele windungen kennen sie? — oder sind wir beim du? wie viele wendungen kennst du von mir — ich zwitschere manchmal sacht, dann wieder unbedacht, nun schon lange, sind es schon so viele? – achttausend gedanken teilte ich schlicht mit dir, 8000 an der zahl, das ist karg genug, um jemanden zu kennen; für die einen mag es zu viel sein, blablablah, für die anderen zu still, balabalabala, für mich sind es genau 8tausend; ich denke an all die gelöschten & gar nicht notierten, an die Entwürfe, die man nie abschickt, an die pro jahr 52 allein zur nocturne verfassten, an die paar links mit recht, poesie meinerseits & bekundungen der solidarität unsererseits, einige statements einerlei, sprüche klopfend allerlei; für manche zu sehr zwischen den zeilen, zu wenig direkt, diskret, kein chat, ohne viele mentions & replys, mit verlinks versteckt, manchmal allzu menschlich, dann wieder zu sehr bemüht, vielleicht mal fehlerhaft oder aber über-korrekt; doch kaum jemand kennt einen schreibenden; auch mir ist es zu wenig, euch bloss jeweils in 180 zeichen zu lesen, doch wenn ich kann, lese ich euch gerne & hoffe still auf ein dito. }

und an die nächsten 8000 gedanken!

*knutsch

#Mitternachgedacht über Knut — nun ist aber auch genug!

{ Der St.-Knuts-Tag zu Ehren des heiligen Knuts IV., König von Dänemark, beendet als letzter Tag des Winter-Festkreises [endgültig] die Zeit des Advents, der Saturnalien-Wunder, der Lichterfeste, Rauhnächte & Epiphanien weit über Silvestern hinweg. Traditionell werden Tannenbäume verbrannt & all die Weihnachtsschmuckaden auf den Estrich verbannt, sozusagen ein Jahr in Quarantäne geschickt. In Skandinavien gipfelt Knuts im Brauch des „Julgransplundring“, dem feierlichen Plündern übrig gebliebener Süßigkeiten, die am Bäumchen hingen, dem Jagen nach Naschwerk in Strümpfen, Kalendern oder Keksdosen… }

und an den heutigen Neumond an russisch Neujahr: с новым годом!