*Daddyday

#Mitternachgedacht über Väter zum Vatertag, 

Zunächst besitzt der Vater Land, er gründet & pilgert gern, am liebsten in seinem Bollerwagen. Der männliche Senior ist Erzeuger von Spermien, die nach 9-monatiger Reife zu Kindern heranwachsen, die ihn Papi nennen & mit Vaterstolz erfüllen; er ist der Versorger von herumliegendem Spielzeug, spielt als Vaterrolle den strengen Erzieher, sieht sich gern als Oberhaupt, Patron & Ernährer, wobei er sich selbst von Bier & Grilladen ernährt, daher auch die typische Vaterfigur; weil er auch schöner wird mit jedem Altersjahr, wird er in seiner Blüte auch mal zum väterlichen Freund, Sugardaddy – oder zum Großväterchen.

und an den Wunsch als Vater des Gedankens.

*Eisheilige

#Mitternachgedacht über die Eisheiligen, 

{ Mamertus lässt es sogar mitten im Frühling völlig kalt, dass er nicht einmal überall anerkannt wird, er sitzt cool bei Pankraz, dem glazialen Punk, dem alles Beherrschenden, dem Raufbold unter den heiligen Eisen, während Servatius die Getränke bitter kaltstellt & die Rache serviert; in der Ecke sitzt der Wohltäter Bonifazi — die anderen nennen ihn „Bonifuzzy“ — , weil er seinen kühlen Kopf zu schnell erwärmen lässt. Das Quartett wäre nicht komplett ohne die harsche Dame, die kalte Sophia zum Ende, sie gibt der Eisspeise des Wetters den Rest; Väterchen Frost & Königin Winter gesellen sich dazu, warten derweil auf die Schafskälte, freuen sich auf den Dezember }

und an den guten Wein, den die Bauernregeln heuer versprechen! 

*poem on (& of) a pillow

#Mitternachgedacht über die Poesie des Kissens 

{ auf meinem kissen liegt ein streifen küssen*, your pillow is kissed by a slip of paper, ein gedicht für mich von dir, a poem addressed to you my dear, schlüpfe erst unter die decke, slip just under the covers, denke an dich, lese dein gedicht, thinking of me, reading my poetry, wir liegen zusammen allein, platonic nude maybe, verbunden im poetischen sein, alone together abreast, literally Liebe at its best — bist meine poetresse, du weißt‘ & am your poetree, ya’know }

und an die hohe Kunst des Küssens.


*Auf ein Wort: Das Wort „Kissen“ stammt etymologisch wirklich vom Wort „Küssen“ ab*

*Graffiti(s)

#Mitternachgedacht über Wandmalereien

{ Graffiti heißt die Mehrzahl von Graffito: dass jedoch bei Graffitis ein Mehrzahl-S angehängt werden soll, diktiert Herr Duden, sagt jedoch nicht, warum. Warum denn nicht gleich Graffitos? — Item: Seit kaum mehr jemand auf der Strasse ist, sprießen die Graffiti magisch wie Pilze aus den kalten Wänden grauer Städte. Das ist auch völlig unbedenklich, da die Sprayer oftmals einzeln & auch nur zu Randzeiten unterwegs sind, dazu tragen sie Handschuhe & vorbildlich sogar Gesichtsmasken; zudem distanzieren sie sich sozial & verschwinden in Windeseile, sollte ihnen jemand zu nahe kommen. Alles kein Problem also }

und an die Buntierung der Welt!