All posts by WORTlieb mARTin ¶

Was ein Denker bestrebt, ein Dichter beschreibt und was dem Dramatiker dann übrigbleibt.

Gedankenkreisel ¶

Eine Hommage, nicht nur auf den ko(s)mischen Kreis der Verliebtheit: Im Bannkreis einer Frau, die ein Universum in sich trägt. Und einer Figur; als gleichmäßige, in sich geschlossene Linie, deren Punkte allesamt die gleiche Distanz zu ihr haben.

Wie Betty und Zorg ¶

Inspiriert durch den Neumond, manipuliert durch die Hitze, bei 37,2° am Morgen. Ein Tanka, ein durch und durchbrennender Gedanke wie Bonnie und Clyde oder eben wie Betty und Zorg.*

#IchBekenneFarbe ¶

Heute ist Weltflüchtlingstag. Die Schweizer Aktion «Farbe bekennen» ist eine Sensibilisierungskampagne zum Thema Flüchtlinge und eine Plattform, welche die vielen solidarischen Stimmen bündelt und zu einer Stimmung vereint: Auch #IchBekenneFarbe!

Des Frühsommers Bouquet ¶

Diese Prosa von mir ist zwar schon etwas älter - als Juni noch Frühsommer war und nicht wie heute bereits Hochsommer -, doch damals geschrieben am 200. Tag vor Jahreswende, wie heute. Eine Ode nicht nur an Juno.

Hinter den Brettern, die die Welt bedeuten ¶

Dem heutigen Welttag des Theaters widme ich unter @WORTlieb ein neues - auf Twitter sporadisch auftauchendes - Story-Hashtag als Geschenk zum Dank, den Theaterschaffenden, Dramamachenden und Schauspielgaffenden zu Ehren. Hier der Prolog. Vorhang auf und Bühne frei...

Küchengespräche ¶

Jemand, mit dem man sich regelmäßig trifft, in seiner Küche sitzt, Kaffee trinkt, Tabak raucht und sich über Gold und die Welt unterhält, sich jahrelang austauscht und jahrzehntelang philosophiert; das ist ein Freund. Vor Kurzem - noch zu Lebzeiten - habe ich ihm mit einem Senryu-Bild dafür gedankt; dem Verstorbenen widme ich nun dies angegliederte Tanka als Nachruf.

Nichts ¶ (Neujahr)

Die alten Tage gingen vorüber, Silvesterabende verstrichen, die Rauhnächte zogen vorbei, und alles nahmen sie hinfort, nichts haben sie hinterlassen; willkommen Neujahr. - Ein Angebot zum Anfang.

Alles ¶ (Altjahr)

Nachsehend habe ich gesühnt, doch zurückblickend versöhne ich mich mit den Töchtern dieses Schicksals, verbrüdere mich mit den Schwestern meiner Muse, mache meinen Frieden mit der Mutter meiner Erde Sprache, mit dem Vater meiner Länder, söhne mich aus mit dem Gevatter meiner Tode. Ich strecke ihm die Bruderhand aus, dem alten - und küsse das neue Jahr ...

Aye ¶

Der vergnügte Roger war erst Bukanier, dann Flibustier. An seinem Korsarentum änderte sich jedoch nichts, er blieb freier Beuter und beharrrrrrlicher Kaper. Er segelte auf hoher See unter blattweißer Flagge mit einem tintenblauen Totenkopf, welche jeden an Bord an die Poesie der Vergänglichkeit erinnern sollte. Sein weinendes Auge verbarg er unter einer Klappe, manchmal auch ...

fernbedient ¶

Nebst dem Kaffeekränzchen und Stammtisch, den Leseabenden und Schubertiaden, zu denen wir laden, versetzt die moderne Technik unser Haus, uns, mich, dank der anspruchsvollen Unterhaltungselektronik, noch mehr, tiefer noch in eine biedermeierliche Zeit zurück. Ein schönes Paradoxon. Die grenzenlose Digitalwelt, die Virtualität lässt uns vor dem Radio versammeln, wenn unsere Lieblingssendungen ausgestrahlt werden, wir sitzen gespannt ...