Von Heut auf Morgen ¶

Das Leben der Eintagsfliege Frieda dauerte acht Tage; Ein Wunder!
Am 24. Dezember wurde sie geboren, und als sie am Weihnachtstag nicht verstarb, begann sie, jeden Tag in den Abend zu feiern, in der Ungewissheit, den nächsten nicht mehr zu erleben, sie tanzte ihrem vermeintlichen Tod entgegen, liebte, feierte bis in die Puppen hinein und setzte sich stets vor dem Schlafengehen für den nächsten Tag – so sie ihn noch erlebe – Gutes vor. Jene, die ihr ein kurzes Leben prognostizierten, sind schon längst verstorben, als auch Frieda, die Eintagsfliege, am ersten Jänner endlich ihre jahrelange – also ewige – Ruhe fand. In einer Obstschale, zwischen einer Walnuss und einem angefaulten Apfel, angekuschelt an dessen Schimmel, schlief Frieda friedlich ein. Ihr Urururururenkel erwähnte in der Trauerrede, dass Frieda, die Eintagsfliege, stets all jenen, denen sie in ihren methusalemischen Lebensstunden begegnete, einen guten Rutsch in den neuen Tag wünschte. Dies auch Ihnen. Vielleicht ist es bloss ein Tageswechsel, aber es könnte auch ein Jahr sein oder ein Leben, das sich wechselt.

In diesem Sinne:

„Betten Sie sich heut gut, träumen Sie wohl, stehen Sie morgen mit dem richtigen Fuß auf & mit einem Lied auf den Lippen!“ wünscht @WORTlieb

— redAktion (@PoetenBlog)

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