Kopfkino

Klappentext

Ein Sprichwort sagt, man solle gehen, wenn es am Schönsten ist. Früher sagte man auch: Befreunde Dich schnell, verabschiede Dich schneller! Doch das lyrische Ich hadert mit dem Abschied vom poetischen Du… Ein prosaisches Poem zum Loslassen:

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So long, Circe!

Abschied hat sich ausgeweht / er ruht / ist träge von Trug & Träger / gerade ist der Kanonenrauch verflogen / oder wars des Festes Rausch / nun sind die Koffer gepackt / schleppend / noch schwerer zu er-tragen / Du steckst in meinem Gepäck / oder ein Stück von Dir / soeben ist der Korb gewachsen / krummgeruckelt / auf meinem Buckel / noch waren meine Füße wanderlustig / oder waren sie heimlich ferngeweht / eben waren meine Knochen / trocken / nicht schwerer als der Wind / Ketten klammern / oder bist Du es Lieb / davor war mein Bauch gefüllt / nun ist er voll / fett / trunken von Dir war ich zuvor / oder wars der Durst / frei waren meine Gedanken / nun drehen sie sich im Kreis / um Dich herum / vielleicht komm ich wieder / oder schreib mir mal / Fühle mich Dir verbunden / doch ohne Bindung / ohne Bund / nicht wie Menschen sonst verbinden / oder an sich binden bloß / Gewohnheit ist ein Treuebruch / Bleiben ist das Recht das Du mir gabst / keine Pflicht die mich hält / … & wie Du Dich verabschiedet hast / oder war es traubel /


„Auf, auf! Nicht nach Rom führt eine Schneise wie eine Trasse; ich trampele hinterher auf dem Pfad, weg vom Weg, hin zur Straße. Back from the Roots, auf vielen Wegen und von wegen again: Auf!“ @Wortlieb/twitter



¶Auf ein letztes Wort*

Abschied lähmt zäh / zähmt jede Veränderung / Adieu weint nicht aus Freude / doch das Leben sucht / sich uns zusammen / wir finden einander / wenn es sein muss / oder sogar wieder. \\


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