«Prolog
Zusammen mit dem #Wort des Jahres“, dem #Jugendwort“ und auch nebst dem „Sprachpanscher des Jahres“ gibt das „Unwort des Jahres“ einen interessanten Einblick in die Themen einer Gesellschaft. Für Sprachbeobachter:innen wie uns ist es spannend, weil es Sprachwandel sichtbar, auf Sprache und ihren Gebrauch aufmerksam macht, sowie Diskurse verdichtet und verrät, wie sich öffentliche Wahrnehmungen verändern.
Lyrisches Untermezzo
[ˈzɔndɐfɛɐ̯møːɡn̩]
Beim Sondergipfel der sprachkritischen „Aktion Unwort“ haben die Sonderbeauftragten heute in Marburg das sonderlichste Wort des Jahres unter den sondergleichen Mitbewerbenden „Drecksarbeit“ und „Asylwende“ herausgesondert; es stammt sonderbarerweise aus dem Vokabular des Sonderwortschatzes eines „biodeutschen“ Sonderlings namens Merz, ein Sohn der Vermögenden, der sonder Tadel & sonder Zweifel ein „Sondervermögen“ irgendwo absondern und nicht in die „KI-Ära“, sondern samt & sonders in sein besonderes „Stadtbild“ stecken will: Das Crazy, Zambo-Rambo!
«Epilog
Der Euphemismus „Sondervermögen“ ist das offizielle Unwort des Jahres 2025, da es die demokratische Debatte über die Notwendigkeit der Schuldenaufnahme untergrub und verdeckt, was mit ihm eigentlich gemeint ist. – Das zweitplatzierte Monsterwort lautet „Zustrombegrenzungsgesetz“, so die »Jury der sprachkritischen Aktion „Unwort des Jahres“ weiter. Das persönliche Unwort des diesjährigen Gastjurors sei „Umsiedlung“ und wen’s interessiert; nicht nur mein Favorit war „Friedensangst“, leider.
Herzlichst,

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