Mit Hunger auf appetitliche Herbst-Farben schweift mein Blick durch eine Kulisse der #bunt-welken Szenerie des Martini-Sommers, finde die Couleurs der herben Umgebung in einer derben Umarmung; nicht nur straßengekötertes Cobain, weder bloß langweiliges Vanilla noch olles Herbstblond, sondern jegliche Beize, welche sich der Lamellen der Pilze als Palette der Farben bedienen; die mich an Jade wie Patina erinnern, an Abendgrünspan und Umbrarost, gesprossene Sommersprösslinge, gesprenkelt Laub wie Pastell in rotWeinrot grell, mildes lindenbräunlich Hell oder an Loriots taubtrübes Braungrüngrau, an Auberginen pflaumenblau und weintraub’ge Smaragdoliven, wie kürbis’ne Preiselbeeren auf Pilze, an des granatenen Apfels stechende Kerne auch gerne mit gequittenen Birnen zum Mus, in kulinarischer Kombination mit all den anderen Schmausereien für Augen und Gaumen in #des Herbstes Füllhorn zum Verzehren köstlich! Welch genüsslich Farbenspiel das verwehende Blattwerk der vergehenden Belaubung bildet; rundherum umringt von modernen Tönen in Perlmutt-Schimmerpfau über Türkis-Edelschimmelblau, hin zur konservativen Nuance eines vergilbten Ambersenfs, mit kastanien’ene Kupferrüben und khakikahl wie Champagnerkalk so fahl; beinahe so, als stahl der Martini auch der Sonne ihr Kind, deshalb strahlt gülden der Himmel im Herbst blüten- statt wolkenlos, wie ein kühler Sommer im Wind. Wir werden gerufen: Der Herbst ist angerichtet!
#Epilog:
Einen Moment lang war mir, als sei es unser Herbst, meine Belladonna, damals als wir die Martinsgans verschonten, weil wir an meinem Namenstag lukullisch picknickend am See sassen, den spätesten Sommer des Jahrkreises gebührend zu feiern. Und als es mal trotz Martini zu kühl wurde, teilte ich ritterlich meinen Mantel mit Dir. Wie so ein #Heiliger.






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