Liebes Tagebuch ¶

Nebst dem Anne-Frank-Tag begehen wir heute ebenfalls den Tag-des-Tagebuches, denn an ihrem 13.Geburtstag erhielt Anne Frank – am 12. Juni 1942 – ihr Tagebuch.

 

„Das tagedichte Buch“ – Ein Poem zum leeren Buch.

Du bist zwar nur ein Buch, ein leeres noch dazu,
eins mit blanken Seiten, einem Siegel, einem Zeichen.
Und später wirst Du Dich über Eselsohren beklagen.
Meine Schrift nimmst Du an, erkennst mich an ihr.
Ich vertraue Dir, ja so manches Heimnis an.
Manchmal datiert, manchmal überschriftet;
ich schreibe drunter, was ich nicht sag, ich sage Dir,
was ich so denk, ich denke mir, was ich so will, still.
Du nimmst mich an und erinnerst Dich an mich,
auch an Anne Frank und an ihr einst leeres Buch.

¶In diesem Sinne:

So werde ich künftig meinen Nichten und Neffen zum Dreizehnten ein Tagebuch schenken; denn ich weiß, was ein leeres Buch bewirken kann, wenn man es denn nutzt…

2 Antworten auf “Liebes Tagebuch ¶”

    1. Jedes Buch ist schön, wenn man noch nicht weiß, was drinsteht, was reingeschrieben wird oder was es mit dem Leser, Dir, also auch mit dem Schreiber, macht. Ich mag diese besondere Neugier, die ein leeres Buch in sich trägt und in mir erweckt. – Karin; liebe Grüße, danke Dir!

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