Im Buch regnet es in Staben 
kursiv auf Dächer aus Papier, /
Text fließt von Buchdeckeln
in die Traufe, Worte sickern /
in Hülsen, rinnen zu Spielen
oder prasseln im Schwall, /
Silbentropfen tippen
ans geöffnete Fenster, /
die durchdringenden Stimmen
kratzen wie Katzen /
oder Federhalter auf Karton;
Wimpern triefen wie Füller, /
Tusche zerfliesst in den
Gesichtern der Geschichten /
wie Graffiti auf Beton.
In der Bleiwüste der Bücherstatt /
sind die Zeilen für Lesende
gelettert mit Wörtern getrockneter /
Tinte und ihre Absätze tackern
episch wie eine Hermes /
auf dem nassen Pflaster
von Type zu Type, Schritt für Schrift /
durch die Gassen und Winkel
von Plot zu Plot eigener Narrationen; /
eingeleitet vom närrischen Plätschern
der Lettern, /
verleitet vom onomatopoetischen Blättern
der Seiten, /
begleitet von heissen Wassern in Teekrug
und Wärmflasche. //

¶In diesem Sinne:
In meiner Bücherstatt ist Durchlesewetter.

Hinterlasse eine Antwort zu Pageturner ¶ Antwort abbrechen

  1. Avatar von maribey

    Ich freue mich über dein Folgen und bin der Spur gerne gefolgt. Dein Name hat schon neugierig gemacht und ich lese gerne hier. Liebe Grüße, Marion

    1. Avatar von WORTlieb

      ¶ Fühl Dich Willkommen, lies Dich in Ruhe ein, nimm Dir ab und zu die Muße, beim Poetenblog vorbeizulesen; ich danke Dir und freue mich.

      1. Avatar von maribey

        Danke! Das sind gute wohltuende Worte in dieser oft so schnelllebigen Zeit. Werde ich gerne machen.

↑ Noch einmal lesen ↑