Kopfkino

Klappentext

Bücher sind sehr geduldig: Wir kaufen sie und warten darauf, bis wir sie endlich lesen. Tage, Monate, sogar Jahre später. Für die Bücher ist das in Ordnung, aber nicht für junge Schriftsteller und Erstlingsautoren… #read_within_60_days! Unbekannte Poeten sind darauf angewiesen, dass ihre Texte schnell in Umlauf kommen und – um sich weiterentwickeln zu können –…

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Das Buch, das nicht warten kann

Bücher sind sehr geduldig: Wir kaufen sie und warten darauf, bis wir sie endlich lesen. Tage, Monate, sogar Jahre später. Für die Bücher ist das in Ordnung, aber nicht für junge Schriftsteller und Erstlingsautoren… #read_within_60_days!

Unbekannte Poeten sind darauf angewiesen, dass ihre Texte schnell in Umlauf kommen und – um sich weiterentwickeln zu können – auch schnell wieder Platz für Neues schaffen. Die unabhängigen Editoren von #Eterna Cadencia veröffentlichten eine Anthologie lateinamerikanischer Autoren, wobei sie auf diese Problematik eingehen. Für die Anthologie „The book that can’t wait“ verwendeten sie daher eine spezielle Druckertinte: Sobald das Buch aus der Verpackung genommen wird und die Tinte auf Luft und Licht trifft, verblasst die Schrift langsam, wird in zwei Monaten sogar ganz verschwunden sein. Das Buch zwingt den Leser so, es innerhalb von 60 Tagen zu lesen oder für die Vergänglichkeit freizugeben: Hinfort die Schrift, die Poesie, die Erstlingswerke vieler Autoren!

Neuraum: Poesie ist flüchtig und alles Poetische vergänglich, so auch dieses wunderbare Werk, welches von bibliophilen Sammlern wie mir gleich doppelt erworben wird. Eine die Poesie belebende #Ars_moriendi wohnt in dieser Ausgabe inne. Die Schönheit der Nostalgie und die Erinnerung an die Zukunft werden in und mit diesem Buch bis zum letzten Tag ausgekostet. Eine wunderbarere Gabe an die Poesie kann ein Verlag der jungen Literaturszene kaum schenken:

Obrigado, #Eterna Cadencia!

#In diesem Sinne:


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17 Antworten

17 Antworten zu „Das Buch, das nicht warten kann“

  1. Avatar von PoetenBlog

    Word!

  2. Avatar von Shhhhh

    Ich stehe dem skeptisch gegenüber. Wenn ich Vergänglichkeit will, dann kaufe ich mir eine Zeitung, ein Buch aber dazu zu verdammen heißt, sich dem Markt in all seiner Perversion unterzuordnen.
    Weshalb der Wunsch nach Beständigkeit nicht poetisch sein soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Hingegen der Wunsch nach Intensivierung ist mir zuwider, das Wort allein schon ist etwas schrecklich Effizientes, es klingt in mir nach zum Beispiel die Intensivierung des Ackerbaus, Intensivierung der Erziehung usw.
    Fliegt ein Kolibri noch von Blüte zu Blüte, wenn er an der ersten bereits satt wird?

Andere Kommentierchen:

  1. Avatar von the scanner
  2. Avatar von Unbekannt
  3. Avatar von Wort¶Art
  4. Avatar von Unbekannt
  5. Avatar von Unbekannt