weitertræumen…¶

Wie gequollene Beeren auf meiner Zunge zergehen sie, Deine täglichen Schatten, die mir Düfte sind in jeder Nacht.

Des Abends schlag ich Purzel und des Nächtens Wurzel, bäume mich auf und verspeise die Blätter, auf denen Deine Gedichte sehnen; und trinken werd ich das Echo, welches Deine Lyra zitiert, und zurück in den Aether rülpsen!

Ein lukullisch Festmahl bist mir unter den Sternendecken, allnächtlich ist Deine Poesie mir Leib- und Lieblingsspeis‘; als wärst mein leck’res Mahl, mein letzter Trunk.

Von nächtlicher Dämmerung über die Nokturnen bist mir wahre Nahrung bar und pur – und doch; zum Morgengrauen leeren sich Deine Körbe mit den Beeren, alle werd ich allmählich verzehren, bis ich Dich verschlemmt, ich zwar genüsslich gesättigt, doch Du mir noch Verdauung bist.

In diesem Sinne:

Bis zur Abendstund‘ werd ich Dich ausgeschieden und bis zur Mitternacht wieder Hunger auf Dich haben. Und weiterträumen.

Posted in: Epik

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