vom Lyrischen Ich ans Poetische Du
Klappentext

Eine Kontemplation, ein kathartischer Rückblick zum Wiedereinstieg, eine Betrachtung irgendwo zwischen GeDank und Gebet; ein Wiedersehen, ein Ankommen. Zuhause, sowie im Schreiben.

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Still stehend.

Die liegengebliebene Post kann ruhig noch ein wenig weiter liegen bleiben, erstmal das Vogelhäuschen füttern. Umsehen, was die Wildnis im Garten geschaffen hat. Die neuen Vögelchen in den alten Nestern sehen mich zum ersten Mal. Ein Fisch hat meine Abwesenheit nicht überlebt; naja, er schien mir schon immer ein Nihilist zu sein. Apropos: ich sollte meine Nächsten anrufen, auf dass ich wieder im Land, im Revier, hier in der Wohnstatt sei. Das dauert aber den ganzen Tag; also morgen erst! Vorerst das grosse Daheimsein im Kleinen feiern. Schlicht in meinem Wohnsitz sitzen, auf gepolsterten Sesselflächen in verschiedenen Höhen, vom Barhocker hoch zum Couchhocker nieder, oh, schon bloß eine Couch allein! –

– Unübertrefflich sind jedoch das persönliche Badezimmer, mit Wanne, für mich allein und nebenan, auf Kniehöhe mein Bett, in das ich mich neben dem noch nicht ausgepackten Koffer, vor Erstaunen und Reizeinflüssen erschöpft, fallen lasse. Ein Gefühl von Einssein überflutet in endlicher Freiheit lässt mich dem lieben Gott danken, dass er das Leben einfach macht. Einfach macht. Ankommen im Schlaf, in den eigenen Gewändern. Ankunft beim Erwachen, in den eigenen vier Wänden.


Antworten auf „Still stehend.”.

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